Widerstand gegen Extraktivismus und umkämpfte Transformation in Kolumbien / Resistencia anti-extractivista y transformación disputada: Reflexiones desde Colombia

Institut: VHS - Die Wiener Volkshochschulen
Bereich: Soziales

Kursbeschreibung

Talk Mit: Fernando Jaramillo, Koordinator der Umweltorganisation Mesa Ambiental, Kolumbien Jakob Rammer, Universität Wien Moderation: Julia Sachseder, Universität Wien Un evento en español y alemán. Im Südwesten von Antioquia verteidigt eine Bewegung aus Klein*bäuerinnen, Umweltaktivist*innen und Student*innen seit nun 17 Jahren ihr Land gegen ein Mega-Bergbauprojekt. Obwohl die Profitinteressen des transnationalen Bergbauunternehmens AngloGold Ashanti von regionalen und nationalen Eliten unterstützt werden, bleibt die Bewegung bisher erfolgreich. Im Rahmen des Besuchs von Fernando Jaramillo, einem Koordinator der Bewegung, werden wir die Geschichte dieses Konflikts sowie den politischen und wirtschaftlichen Kontext in Kolumbien beleuchten: die Expansion der Rohstoffindustrie in Kolumbien, die Verteidigung von Land, Wasser und traditionell kleinbäuerlichen Lebensweise sowie die Umkämpftheit der Rohstoffpolitik auf nationaler und internationaler Ebene. Dabei nehmen wir auch die Zukunft des Konflikts in den Blick: Obwohl sich die Lage unter der Regierung Petro zugunsten der Widerstandsbewegung verbessert hat, hängt die Zukunft dieses Konflikts sowie vieler anderer von den Präsidentschaftswahlen 2026 ab. Im Zuge dieser Veranstaltung wollen wir eine Debatte über die Auswirkungen des Rohstoffbooms und der damit verbundenen extraktivistischen Expansion im Globalen Süden anstoßen, sowie über die Formen des Widerstands und den potenziellen Handlungsspielräumen sowohl im Globalen Süden als auch im Globalen Norden. Fernando Jaramillo ist ein kolumbianischer Aktivist und Koordinator der lokalen Umweltorganisation Mesa Ambiental' in Jericó, Antioquia/Kolumbien. Gemeinsam mit Kleinbauern (Campesinos) aus Palocabildo und lokalen Aktivisten führt die Gruppe eine Widerstandsbewegung gegen ein groß angelegtes Kupfer- und Goldbergbauprojekt an, das der transnationale Konzern AngloGoldAshanti in der Region errichten will. Das Projekt bedroht lokale Ökosysteme, den Zugang zu Wasser und die traditionelle Lebensweise, doch die Umsetzung wird seit 17 Jahren von der Bewegung verhindert. Jakob Rammer hat einen Master in Entwicklungsstudien und ist derzeit Doktorand am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien. Er forscht zu sozial-ökologischen Transformationskonflikten mit Schwerpunkt auf Lateinamerika und stützt sich dabei auf kritische Staatstheorie, politische Ökologie und politische Ökonomie. Seine Forschung konzentriert sich auf Entwicklungen im Bereich grüner Wasserstoff in Chile und umkämpfte Rohstoffpolitik in Kolumbien. Julia Sachseder ist Forschungsleiterin des ClimPeace-Projekts am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und Gastprofessorin am Department of Gender Studies der Central European University. In ihrer Forschung untersucht sie die Schnittstellen von Geschlecht, politischer Ökonomie und Kolonialität in der Entstehung und Transformation von Gewalt und Sicherheit gegenüber Menschen und nicht-menschlichen Lebewesen. Zudem befasst sie sich mit der Rolle staatlicher, privater und unternehmerischer Akteure in Friedens- und Konfliktkontexten, insbesondere in Lateinamerika mit Schwerpunkt Kolumbien und Europa. *** En el suroeste de Antioquia, un movimiento está defendiendo su territorio contra los intereses extractivistas de una empresa minera transnacional y las elites a nivel regional y nacional. En el evento contamos la historia de este conflicto y del contexto político y económico en Colombia: de la expansión extractivista en Colombia, de la defensa territorial y campesina, y de las políticas disputadas a nivel nacional e internacional. Hablamos también del futuro del conflicto: aunque la situación ha cambiado en favor de la defensa territorial con el gobierno de Petro, el futuro del conflicto depende mucho a las elecciones presidenciales de 2026. Con el evento, queremos abrir un debate sobre las implicaciones de la expansión extractiva en el Sur global, las formas de resistencia, y los posibles márgenes de maniobra en el Sur y el Norte global. Fernando Jaramillo es un activista colombiano y coordinador de la organización medioambiental local Mesa Ambiental de Jerico, en Antioquia. Junto con los pequeños agricultores (campesinos) de Palocabildo y activistas locales, el grupo lidera un movimiento de resistencia contra una mina de cobre y oro a gran escala que la multinacional AngloGoldAshanti quiere explotar en la zona. El proyecto amenaza la integridad de los ecosistemas, el acceso al agua y los modos de vida tradicionales, pero su desarrollo ha sido bloqueado por el movimiento durante 17 años. Jakob Rammer tiene un máster en Estudios sobre el Desarrollo y actualmente es doctorando en el Departamento de Estudios sobre el Desarrollo de la Universidad de Viena. Investiga los conflictos relacionados con la transformación socioecológica, centrándose en América Latina, y recurre para ello a la teoría crítica del Estado, la ecología política y la economía política. Su investigación se ha centrado en el desarollo de hidrógeno verde en Chile y en la resistencia antiextractivista en Colombia.
Talk Mit: Fernando Jaramillo, Koordinator der Umweltorganisation Mesa Ambiental, Kolumbien Jakob Rammer, Universität Wien Moderation: Julia Sachseder, Universität Wien Un evento en español y alemán. Im Südwesten von Antioquia verteidigt eine Bewegung aus Klein*bäuerinnen, Umweltaktivist*innen und Student*innen seit nun 17 Jahren ihr Land gegen ein Mega-Bergbauprojekt. Obwohl die Profitinteressen des transnationalen Bergbauunternehmens AngloGold Ashanti von regionalen und nationalen Eliten unterstützt werden, bleibt die Bewegung bisher erfolgreich. Im Rahmen des Besuchs von Fernando Jaramillo, einem Koordinator der Bewegung, werden wir die Geschichte dieses Konflikts sowie den politischen und wirtschaftlichen Kontext in Kolumbien beleuchten: die Expansion der Rohstoffindustrie in Kolumbien, die Verteidigung von Land, Wasser und traditionell kleinbäuerlichen Lebensweise sowie die Umkämpftheit der Rohstoffpolitik auf nationaler und internationaler Ebene. Dabei nehmen wir auch die Zukunft des Konflikts in den Blick: Obwohl sich die Lage unter der Regierung Petro zugunsten der Widerstandsbewegung verbessert hat, hängt die Zukunft dieses Konflikts sowie vieler anderer von den Präsidentschaftswahlen 2026 ab. Im Zuge dieser Veranstaltung wollen wir eine Debatte über die Auswirkungen des Rohstoffbooms und der damit verbundenen extraktivistischen Expansion im Globalen Süden anstoßen, sowie über die Formen des Widerstands und den potenziellen Handlungsspielräumen sowohl im Globalen Süden als auch im Globalen Norden. Fernando Jaramillo ist ein kolumbianischer Aktivist und Koordinator der lokalen Umweltorganisation Mesa Ambiental' in Jericó, Antioquia/Kolumbien. Gemeinsam mit Kleinbauern (Campesinos) aus Palocabildo und lokalen Aktivisten führt die Gruppe eine …
Beginn
10.06.2026
Ende
10.06.2026
Uhrzeit
Mi 1x,10.06.2026,18-20 Uhr
Dauer
2
Ort
Österreichisches Lateinamerika-Institut
Kontakt
Lateinamerika Institut +43 1 89174 163 100
Ort
VHS-Bildungstelefon
Straße
Lustkandlgasse
PLZ
1090
Ort
Wien
Land
Österreich
Bundesland
Wien
Kursnummer
VA260016
Plätze
60

Diese Kurse könnten Sie auch interessieren ...

Uber Weiterbildungsvorschläge