Solidarität in Zeiten der Donroe-Doktrin.

Institut: VHS - Die Wiener Volkshochschulen
Bereich: Soziales

Kursbeschreibung

Am 4. Dezember 2025 veröffentlichte die US-Regierung ihre Neue Nationale Sicherheitsstrategie, deren auf Lateinamerika bezogener Teil bald als Donroe Doktrin bezeichnet wurde. Wie schon bei der 1823 verkündeten Monroe Doktrin stehen der Zugriff auf regionale Rohstoffe und die Zurückdrängung anderer Mächte – damals europäische Staaten, heute vor allem China – im Mittelpunkt. Bereits Anfang Jänner 2026 begann die Umsetzung mit dem Angriff auf Venezuela, gefolgt von einer deutlichen Verschärfung der wirtschaftlichen Maßnahmen gegen Kuba. Auch die intensive Unterstützung rechtspopulistischer Kandidat*innen in mehreren Wahlkämpfen, die vielfach zu Niederlagen linker Kräfte führte, setzte früh ein. Inzwischen leisten nur noch wenige Länder – darunter Brasilien, Mexiko und Uruguay – dieser politischen Offensive der extremen Rechten und der USA Widerstand. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß undemokratische und autoritäre Praktiken innerhalb der Länder Lateinamerikas selbst zu diesen Entwicklungen beigetragen haben. Hat internationale Solidarität an Glaubwürdigkeit verloren, oder ist sie angesichts des Klimawandels und der Zunahme repressiver Regime sogar dringlicher geworden? Welche sozialen Bewegungen verfügen heute über das Potenzial, der erstarkenden neoliberalen Rechten wirksam entgegenzutreten? Und wie kann internationale Solidarität zu den notwendigen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Transformationen beitragen? Am Podium: Sergio Ramírez, Schriftsteller und ehemaliger Vizepräsident von Nicaragua Manfred Nowak, Menschen - und Völkerrechtsexperte Ursula Prutsch, Lateinamerikanistin, Prof. an der LMU München Robert Lessmann, Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt Internationale Drogenpolitik Moderation: Leo Gabriel, Journalist und Anthropologe Die Diskussion findet auf Deutsch und Spanisch mit konsekutiver Übersetzung statt. Kostenlose Teilnahme, wir bitten um schriftliche Anmeldung, dies ist auch via Email an office@lai.at möglich.
Am 4. Dezember 2025 veröffentlichte die US-Regierung ihre Neue Nationale Sicherheitsstrategie, deren auf Lateinamerika bezogener Teil bald als Donroe Doktrin bezeichnet wurde. Wie schon bei der 1823 verkündeten Monroe Doktrin stehen der Zugriff auf regionale Rohstoffe und die Zurückdrängung anderer Mächte – damals europäische Staaten, heute vor allem China – im Mittelpunkt. Bereits Anfang Jänner 2026 begann die Umsetzung mit dem Angriff auf Venezuela, gefolgt von einer deutlichen Verschärfung der wirtschaftlichen Maßnahmen gegen Kuba. Auch die intensive Unterstützung rechtspopulistischer Kandidat*innen in mehreren Wahlkämpfen, die vielfach zu Niederlagen linker Kräfte führte, setzte früh ein. Inzwischen leisten nur noch wenige Länder – darunter Brasilien, Mexiko und Uruguay – dieser politischen Offensive der extremen Rechten und der USA Widerstand. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß undemokratische und autoritäre Praktiken innerhalb der Länder Lateinamerikas selbst zu diesen Entwicklungen beigetragen haben. Hat internationale Solidarität an Glaubwürdigkeit verloren, oder ist sie angesichts des Klimawandels und der Zunahme repressiver Regime sogar dringlicher geworden? Welche sozialen Bewegungen verfügen heute über das Potenzial, der erstarkenden neoliberalen Rechten wirksam entgegenzutreten? Und wie kann internationale Solidarität zu den notwendigen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Transformationen beitragen? Am Podium: Sergio Ramírez, Schriftsteller und ehemaliger Vizepräsident von Nicaragua Manfred Nowak, Menschen - und Völkerrechtsexperte Ursula Prutsch, Lateinamerikanistin, Prof. an der LMU München Robert Lessmann, Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt Internationale Drogenpolitik Moderati…
Beginn
24.11.2026
Ende
24.11.2026
Uhrzeit
Di 1x,24.11.2026,18-20 Uhr
Dauer
2
Ort
Österreichisches Lateinamerika-Institut
Kontakt
Lateinamerika Institut +43 1 89174 163 100
Ort
VHS-Bildungstelefon
Straße
Lustkandlgasse
PLZ
1090
Ort
Wien
Land
Österreich
Bundesland
Wien
Kursnummer
VA260033
Plätze
60

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