Kasperl und Kumpane: Ein Bilderreigen

Institut: VHS - Die Wiener Volkshochschulen
Bereich: Geistes- und Kulturwissenschaften, Sprachen, Medien

Kursbeschreibung

Unter dem Motto Bilder sagen mehr als 1000 Worte bietet die Präsentation einen Bilderreigen von Marionetten und Handpuppen aus dem Kasperl-Archiv der Vortragenden. Anhand der Figuren wird der Wandel des Kasperltheaters nachvollziehbar: Von einer derben Jahrmarktsunterhaltung für Erwachsene hin zu einem pädagogischen und politisch korrekten Medium für Kinder. Dabei werden die Ursprünge der Figuren, ihre stoffliche Beschaffenheit und der Wandel der Spielweise analysiert. Das heutige Figuren-Ensemble (Kasperl, Gretel, Seppel, Großmutter, Prinzessin, Polizist, Räuber, Hexe, Zauberer, Krokodil) ist eine Reduktion des komplexen barocken Typenrepertoires auf klare und kindgerechte Gut-Böse-Schemata. Die Spielpraxis geht dabei vom Personentheater zum Puppentheater; der Spielort von der improvisierten Freiluftbühne zur stationären Guckkastenbühne; die Dramaturgie vom ausformulierten, abendfüllenden Schauspiel für Erwachsene zum kurzen Sketch für Kinder; das Material vom handgeschnitzten Holz zum Kunststoff; die Fertigung von der ländlichen Kleinserienproduktion in Familienbesitz zum Import (meist chinesischer) Massenware; die Bestimmung erst vom sinnfreien (und auch bösen) Verlachen über das moralisch einwandfreie Mitlachen (19. Jh.) bis zum Vergnügen am Sieg des Guten (20. Jh.), sprich: der Politischen Korrektheit (21. Jh.). Beatrix Müller-Kampel war ao. Prof. für Neuere deutsche Literatur an der Universität Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Literatur- und Theatersoziologie, Geschichte des Theaters und insbesondere des Puppentheaters, des Komischen und der Komödie. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kooperation mit dem Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) statt. Weitere Infos und alle Vorträge gibt es unter hier
Unter dem Motto Bilder sagen mehr als 1000 Worte bietet die Präsentation einen Bilderreigen von Marionetten und Handpuppen aus dem Kasperl-Archiv der Vortragenden. Anhand der Figuren wird der Wandel des Kasperltheaters nachvollziehbar: Von einer derben Jahrmarktsunterhaltung für Erwachsene hin zu einem pädagogischen und politisch korrekten Medium für Kinder. Dabei werden die Ursprünge der Figuren, ihre stoffliche Beschaffenheit und der Wandel der Spielweise analysiert. Das heutige Figuren-Ensemble (Kasperl, Gretel, Seppel, Großmutter, Prinzessin, Polizist, Räuber, Hexe, Zauberer, Krokodil) ist eine Reduktion des komplexen barocken Typenrepertoires auf klare und kindgerechte Gut-Böse-Schemata. Die Spielpraxis geht dabei vom Personentheater zum Puppentheater; der Spielort von der improvisierten Freiluftbühne zur stationären Guckkastenbühne; die Dramaturgie vom ausformulierten, abendfüllenden Schauspiel für Erwachsene zum kurzen Sketch für Kinder; das Material vom handgeschnitzten Holz zum Kunststoff; die Fertigung von der ländlichen Kleinserienproduktion in Familienbesitz zum Import (meist chinesischer) Massenware; die Bestimmung erst vom sinnfreien (und auch bösen) Verlachen über das moralisch einwandfreie Mitlachen (19. Jh.) bis zum Vergnügen am Sieg des Guten (20. Jh.), sprich: der Politischen Korrektheit (21. Jh.). Beatrix Müller-Kampel war ao. Prof. für Neuere deutsche Literatur an der Universität Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Literatur- und Theatersoziologie, Geschichte des Theaters und insbesondere des Puppentheaters, des Komischen und der Komödie. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kooperation mit dem Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) statt. Weitere Infos und alle Vorträge gibt es unter hier
Beginn
22.10.2026
Ende
22.10.2026
Uhrzeit
Do 1x,22.10.2026,18-19:30 Uhr
Dauer
1,5
Ort
VHS 01
Kontakt
VHS Wiener Urania +43 1 891 74 101 000
Ort
VHS-Bildungstelefon
Straße
Lustkandlgasse
PLZ
1090
Ort
Wien
Land
Österreich
Bundesland
Wien
Referent
Mag. Dr. Beatrix Müller-Kampel
Kursnummer
16361010
Plätze
50

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