Leben und Sterben in Theresienstadt. Gisela Rottonara und ihr gezeichnetes Tagebuch

Institut: VHS - Die Wiener Volkshochschulen
Bereich: Soziales

Kursbeschreibung

Die am 10. Juli 1942 aus Wien deportierte Gisela Rottonara (1873–1943) hinterließ mit ihrem Werk ein erschütterndes Primärzeugnis der Shoah. Inmitten der systematischer Entmenschlichung und der katastrophalen Lebensbedingungen im Ghetto Theresienstadt schuf sie innerhalb nur eines halben Jahres ein gezeichnetes Tagebuch. Die 61 erhaltenen Bleistiftzeichnungen dokumentieren nicht nur die grauenhafte Realität des Lageralltags, sondern zeugen auch von einem verzweifelten Akt der Selbstbehauptung durch künstlerische Arbeit. Kurz vor ihrem Tod am 23. Januar 1943 gelang es Rottonara, die Mappe einer Mitgefangenen anzuvertrauen und so deren Überlieferung zu sichern. Diese bildliche Hinterlassenschaft bietet heute einen intimen und zugleich analytischen Einblick in die verzerrte Welt von Theresienstadt – als fragile Brücke zwischen individuellem Schicksal und kollektiver Erinnerungskultur. In Kooperation mit dem Institut für jüdische Geschichte Österreichs. Mit Science Card gratis!
Beginn
07.05.2026
Ende
07.05.2026
Uhrzeit
Do 1x,07.05.2026,18:30-20 Uhr
Dauer
1,5
Ort
VHS-Bildungstelefon
Lustkandlgasse
1090 Wien
Kontakt
Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung +43 1 89174 153 000
Ort
VHS-Bildungstelefon
Straße
Lustkandlgasse
PLZ
1090
Ort
Wien
Land
Österreich
Bundesland
Wien
Referent
Dr. Benjamin Grilj
Kursnummer
10705967
Plätze
30

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