Dirndl, Fotografien und ein Filzhut. Zwischen geraubter und bewahrter Erinnerung

Institut: VHS - Die Wiener Volkshochschulen
Bereich: Soziales

Kursbeschreibung

Das Dirndl von Regina Kapeller-Adler (1900-1991), Familienfotografien und der Filzhut ihrer Tochter Liselotte, stehen im Zentrum einer vielschichtigen Familiengeschichte. Diese reicht vom Leben in Wien vor 1938 über die erzwungene Emigration nach Großbritannien bis hin zur Rückkehr nach Österreich. Als materielles Zeugnis wird das Dirndl zum Träger geraubter und bewahrter Erinnerung: Es verweist auf im Nationalsozialismus ermordete Angehörige, auf das Weiterleben vertrauter Traditionen im Exil sowie auf die schwierige Rückkehr in ein Land, das sich nach 1945 lange nicht erinnern wollte. Ausgehend von diesen Objekten erweitert der Vortrag den Blick auf weitere Familiengeschichten und ihre Dinge, die als Träger individueller Erfahrungen und kollektiver Erinnerung fungieren. Im Fokus steht die Frage, wie materielle Zeugnisse Erinnerung vermitteln, bewahren und verändern. Im Spannungsfeld von Identitätskonstruktionen und Familiengedächtnis untersucht der Vortrag die Bedeutungsverschiebungen solcher Objekte von 1938 bis in die Gegenwart. In Kooperation mit dem Institut für jüdische Geschichte Österreichs. Mit Science Card gratis!
Beginn
27.04.2026
Ende
27.04.2026
Uhrzeit
Mo 1x,27.04.2026,18:30-20 Uhr
Dauer
1,5
Ort
VHS-Bildungstelefon
Lustkandlgasse
1090 Wien
Kontakt
Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung +43 1 89174 153 000
Ort
VHS-Bildungstelefon
Straße
Lustkandlgasse
PLZ
1090
Ort
Wien
Land
Österreich
Bundesland
Wien
Referent
Kathrin Merle Bieber, BA MA
Kursnummer
10705963
Plätze
30

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