Liebe, Verlust und Freundschaft: Ein lateinischer Humanistenbrief in Lektüre und Übersetzung

Institut: VHS - Die Wiener Volkshochschulen
Bereich: Geistes- und Kulturwissenschaften, Sprachen, Medien

Kursbeschreibung

Der aus dem oberösterreichischen Peuerbach stammende Astronom und Mathematiker Georg Udalrich Aunpekh (1423-1461), genannt Georg von Peuerbach, gilt neben seinen wegbereitenden astronomischen Forschungen und Messinstrumenten auch als ein Vertreter des Frühhumanismus in Wien. Mitte der 1450er trennen sich die Wege Peuerbachs und seines Schülers Reinpert, der Wien verlässt, um Pfarrer zu werden. Doch schon wenige Tage nach seiner Abreise fällt Reinpert der Pest zum Opfer. In einem bewegenden Trauerbrief an einen Intimus berichtet Peuerbach wehmütig vom Tod des geliebten Schülers, den er als besten Freund, Seelenhälfte und sein anderes Leben bezeichnet. Die (übersetzungsgestützte) Lektüre dieses spannenden Textes im lateinischen Original sowie Fragen an seinen rhetorischen und kulturgeschichtlichen Gehalt sollen zeigen, dass er von einem humanistischen Freundschaftsideal geprägt ist und als Beleg humanistischen Denkens und Wirkens an der Wiener Universität Mitte des 15. Jahrhunderts dienen kann. Gleichzeitig fordert die Gedankenwelt der humanistischen (Brief-)Freundschaften unseren modernen Sprachgebrauch sowie unsere gewöhnliche Unterscheidung zwischen romantischer Liebe und Freundschaft heraus: Den auf antike Konzepte von Freundschaft zurückgreifenden Humanisten nämlich waren Liebe und Freundschaft keine getrennten Sphären.
Beginn
10.03.2026
Ende
28.04.2026
Uhrzeit
Di 6x,10.03.-28.04.2026,16:30-18 Uhr
Dauer
9
Ort
VHS 06
Kontakt
VHS Mariahilf, Neubau, Josefstadt +43 1 89 174 106 000
Ort
VHS-Bildungstelefon
Straße
Lustkandlgasse
PLZ
1090
Ort
Wien
Land
Österreich
Bundesland
Wien
Referent
Roman Zurucker-Burda
Kursnummer
10701897
Plätze
15

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