Teko Reta – Unser Sein: Kunst, Identität und Widerstand im Gran Chaco Paraguays

Institut: VHS - Die Wiener Volkshochschulen
Bereich: Soziales

Kursbeschreibung

Die Ausstellung zeigt Zeichnungen indigener Künstlerinnen aus dem Gran Chaco in Paraguay – einer Region, die von struktureller Armut, Landkonflikten und jahrzehntelanger kultureller Marginalisierung geprägt ist. In diesem Kontext wird die Kunst der Frauen zu einer eindringlichen Sprache des Widerstands, der Erinnerung und der Selbstbehauptung. In ihren Arbeiten spiegeln sich die enge Verbundenheit zur Natur und das tief verwurzelte Wissen um ökologische Zusammenhänge wider. Die Zeichnungen sind ästhetische Zeugnisse der biologischen und kulturellen Vielfalt des Gran Chaco – und zugleich politische und ihrer Bildsprache poetische Statements. Sie erzählen vom Kampf um den Erhalt des Teko, der eigenen Lebensweise, Identität und Weltbeziehung, ebenso wie von Ritualen, Traditionen und Mythen, die von Generation zu Generation weitergetragen werden. Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: Als Hüterinnen von Wissen, Kultur und Natur sichern sie das Fortbestehen indigener Gemeinschaften. Sie sind Kulturvermittlerinnen und zugleich aktive Akteurinnen gesellschaftlicher Veränderung. In ihren Bildern formulieren sie Widerstand gegen koloniale Gewalt, gegen patriarchale Strukturen und gegen die fortwährende Unsichtbarmachung ihrer Arbeit – als Künstlerinnen ebenso wie als gleichberechtigte Mitglieder oftmals machistisch geprägter Gemeinschaften. Teko reta – Unser Sein schafft einen öffentlichen Raum für diese Frauenstimmen. Die Ausstellung macht sichtbar, wie künstlerische Ausdrucksformen zur Stärkung der Gemeinschaft beitragen, kulturelles Wissen bewahren und feministische wie gesellschaftspolitische Forderungen formulieren. Kunst wird hier zu einem Mittel der Selbstermächtigung und zu einem Instrument kollektiver Zukunftsgestaltung. Die von Sonia Siblik (Mexiko) und Isabel Arévalos (Paraguay) kuratierte Ausstellung findet im Rahmen des Internationalen Frauentages am 8. März statt. Bei der Vernissage am 5. März werden indigene Künstlerinnen und Aktivistinnen aus Paraguay über Ihr Leben sowie ihre künstlerische und gemeinschaftliche Arbeit referieren. Isabel Arevalos eröffnet seit vielen Jahren indigenen Künstler*innen aus dem Gran Chaco Räume in Europa, um ihre Kunst sichtbar zu machen und die von schweren sozio-ökologischen Problemen betroffenen Gemeinschaften der Region zu unterstützen. Für die Anmeldung können Sie gerne auch eine Email mit Bekanntgabe der Anzahl der teilnehmenden Personen an office@lai.at schreiben. Diese Veranstaltung findet im Zusammenhang mit der 3. Wiener Frauenwoche vom 2. - 8. 3. 2026 statt. Am Samstag, den 7. März 2026, findet das traditionelle Offene Rathaus zum Frauentag statt: Wie jedes Jahr erwartet Sie dort eine Vielfalt an buntem Programm und zahlreiche Informationsstände. Wir würden uns freuen, Sie persönlich beim Stand der VHS zu treffen!
Die Ausstellung zeigt Zeichnungen indigener Künstlerinnen aus dem Gran Chaco in Paraguay – einer Region, die von struktureller Armut, Landkonflikten und jahrzehntelanger kultureller Marginalisierung geprägt ist. In diesem Kontext wird die Kunst der Frauen zu einer eindringlichen Sprache des Widerstands, der Erinnerung und der Selbstbehauptung. In ihren Arbeiten spiegeln sich die enge Verbundenheit zur Natur und das tief verwurzelte Wissen um ökologische Zusammenhänge wider. Die Zeichnungen sind ästhetische Zeugnisse der biologischen und kulturellen Vielfalt des Gran Chaco – und zugleich politische und ihrer Bildsprache poetische Statements. Sie erzählen vom Kampf um den Erhalt des Teko, der eigenen Lebensweise, Identität und Weltbeziehung, ebenso wie von Ritualen, Traditionen und Mythen, die von Generation zu Generation weitergetragen werden. Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: Als Hüterinnen von Wissen, Kultur und Natur sichern sie das Fortbestehen indigener Gemeinschaften. Sie sind Kulturvermittlerinnen und zugleich aktive Akteurinnen gesellschaftlicher Veränderung. In ihren Bildern formulieren sie Widerstand gegen koloniale Gewalt, gegen patriarchale Strukturen und gegen die fortwährende Unsichtbarmachung ihrer Arbeit – als Künstlerinnen ebenso wie als gleichberechtigte Mitglieder oftmals machistisch geprägter Gemeinschaften. Teko reta – Unser Sein schafft einen öffentlichen Raum für diese Frauenstimmen. Die Ausstellung macht sichtbar, wie künstlerische Ausdrucksformen zur Stärkung der Gemeinschaft beitragen, kulturelles Wissen bewahren und feministische wie gesellschaftspolitische Forderungen formulieren. Kunst wird hier zu einem Mittel der Selbstermächtigung und zu einem Instrument kollektiver Zukunftsgestaltung. Die von Sonia Sib…
Beginn
05.03.2026
Ende
05.03.2026
Uhrzeit
Do 1x,05.03.2026,18-20:30 Uhr
Dauer
2,5
Ort
Österreichisches Lateinamerika-Institut
Kontakt
Lateinamerika Institut +43 1 89174 163 100
Ort
VHS-Bildungstelefon
Straße
Lustkandlgasse
PLZ
1090
Ort
Wien
Land
Österreich
Bundesland
Wien
Kursnummer
VA260006
Plätze
80

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