Wie Fotografien der Erde aus dem All unser Weltbild veränderten

Institut: VHS - Die Wiener Volkshochschulen
Bereich: Soziales

Kursbeschreibung

Nur vier Jahre lang verließen während der Apollo-Missionen der NASA einige wenige Menschen die Erdumlaufbahn und flogen bis zum Mond. Ironischerweise wird dieser Aufbruch ins All von zwei epochemachenden Bildern der Erde eingerahmt, der 'Earthrise'-Aufnahme von 1968 sowie der 'Blue Marble' von 1972. Hatte die Menschheit jahrtausendelang den Sternenhimmel über ihr betrachtet und gedeutet, blickte sie in diesen Fotografien erstmals auf die Erde wie auf ein fremdes Gestirn hinab. Diese Perspektivenumkehr markiert einen tiefen Einschnitt des Verständnisses unseres Platzes in der Welt – und blieb darum nicht ohne bedeutendes Echo in der Philosophie. Martin Heidegger, Hannah Arendt, Günther Anders oder Hans Blumenberg diskutierten intensiv darüber, ob die neue Perspektive auf unseren Planeten eher einer Wiederholung des 'kopernikanischen Traumas' gleichkommt und die Raumfahrt als Ausdruck einer technischen Weltentfremdung den Menschen von der Erde losreißt – oder ob nicht gerade der Rückblick auf die Erde aus dem All deren Ausnahmecharakter wieder sichtbar machte und den Menschen auf ihr tiefer denn je verwurzelte. Miguel de la Riva ist wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am Institut für Philosophie der Universität Wien und freiberuflicher Journalist.
Beginn
13.05.2026
Ende
13.05.2026
Uhrzeit
Mi 1x,13.05.2026,18-19:30 Uhr
Dauer
1,5
Ort
VHS 06
Kontakt
VHS Mariahilf, Neubau, Josefstadt +43 1 89 174 106 000
Ort
VHS-Bildungstelefon
Straße
Lustkandlgasse
PLZ
1090
Ort
Wien
Land
Österreich
Bundesland
Wien
Referent
Miguel de la Riva, M.A.
Kursnummer
10693886
Plätze
20

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